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IKK classic Monatsreport: Arbeitsunfähigkeit leicht unter Vorjahresniveau

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Gegen den Trend - psychische Erkrankungen im Handwerk rückläufig
Eine Pressemitteilung der IKK classic
Bereits den sechsten Monat in Folge sind bei der IKK classic in Baden-Württemberg auch im September weniger Krankmeldungen eingegangen als im gleichen Monat des Vorjahres. Das geht aus einer fortlaufenden Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten der Handwerker-Krankenkasse im Land hervor.

Demnach waren im September 2020 unter den bei der IKK classic in Baden-Württemberg versicherten Arbeitnehmern 10,5 Prozent mindestens einen Tag krankheitsbedingt arbeitsunfähig (AU). Diese AU-Quote* liegt um 15,9 Prozent unter dem Septemberwert des Vorjahres.

Weniger AU-Meldungen aufgrund von Atemwegserkrankungen

Diese Entwicklung über das Jahr 2020 betrachtet ist unter anderem auf einen deutlichen Rückgang bei den akuten Atemwegserkrankungen zurückzuführen: So reichten von Januar bis September in Baden-Württemberg insgesamt 11,3 Prozent weniger Versicherte eine AU-Bescheinigung mit dieser Diagnose ein. Besonders deutlich war diese Tendenz im Mai ? hier betrug die Zahl der Meldungen nur gut ein Drittel des Vorjahreswerts. Mehr Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen hatte es nur im März und April gegeben: Im März hatten sich im Land um 42 Prozent mehr Versicherte wegen akuten Atemwegsinfekten krank gemeldet. Im April hatte die Zahl der Krankschreibungen wegen Atemwegsinfekten noch um 9 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Telefonische Krankschreibung erneut möglich

?Unsere Daten bestätigen, dass Ärzte und Beschäftigte mit der bis zum 31. Mai geltenden Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung verantwortungsvoll umgegangen sind", sagt Roland Schwarz, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Göppingen. ?Diese Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung wurde jüngst erneut eingeführt und gilt nun bis zum Jahresende. Wir gehen davon aus, dass die Versicherten dieses Instrument auch jetzt mit Maß und Ziel verwenden." Zum anderen tragen Abstands- und Hygieneregeln nach Ansicht von Schwarz dazu bei, dass sich Atemwegserkrankungen insgesamt weniger verbreiten. Nicht nur Atemwegserkrankungen wurden weniger diagnostiziert. Auch die Anzahl von Muskel- und Skeletterkrankungen ? der Krankheitskomplex, der Jahr für Jahr insgesamt über ein Drittel der Arbeitsunfähigkeitstage im Handwerk verursacht ? ging um 10,3 Prozent zurück.

Psychische Erkrankungen und Corona 

Entgegen einem Trend, den andere Krankenkassen derzeit beobachten, ist die Zahl der Versicherten mit psychischen Erkrankungen bei der IKK classic im Jahresvergleich zu 2019 nicht gestiegen, sondern um 9,6 Prozent gesunken. ?Wir sehen grundsätzlich, dass unsere im Handwerk beschäftigten Versicherten seltener psychisch erkranken", erklärt Schwarz. ?Möglicherweise ist die Arbeitsumgebung im Handwerk weniger belastend. Dazu kommt, dass rund 85 Prozent der Handwerker stolz auf die eigene Arbeit sind und sich sehr stark mit ihrem Beruf identifizieren. Das hat eine ganz neue Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen ergeben. Daran scheint sich auch in Corona-Zeiten nichts geändert zu haben."

Von den bei der IKK classic versicherten Arbeitnehmern in Baden-Württemberg erkrankten bis Ende September 1.611 nachweislich an einer Covid-19-Infektion. Damit liegt der prozentuale Anteil der Corona-Erkrankungen an allen AU-Fällen im Land aufs Jahr 2020 betrachtet bei 0,68 Prozent. 

Der Rückgang von Krankschreibungen kann auf verschiedene Ursachen zurückgehen. Neben der Angst, bei einer akuten Erkrankung zum Arzt zu gehen und sich dort in der Praxis mit Corona anzustecken, vermutet Krankenkassenfachmann Schwarz einen weiteren Grund: ?Es könnte auch an der in der Pandemie gestiegenen Inanspruchnahme von Kurzarbeit und an der Sorge um den Arbeitsplatz liegen, dass sich Arbeitnehmer weniger krank schreiben lassen", sagt Schwarz. Das sei jedoch ein gefährlicher Trend. ?Notwendige Behandlungen sollten möglichst nicht hinausgezögert werden, denn das kann nachteilige Folgen für die Gesundheit haben."

Die IKK classic veröffentlicht jährlich die Arbeitsunfähigkeitsdaten für die beschäftigten Versicherten und zusätzlich eine Analyse für das Handwerk. Nähere Informationen finden sich im Internet unter https://www.ikk-classic.de/fk/gb/fehlzeiten-analyse.

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*Die AU-Quote ist der Anteil der im benannten Zeitraum mindestens einmal erkrankten Personen, bezogen auf die gesamte Anzahl der bei der IKK classic in Baden-Württemberg versicherten Arbeitnehmer mit Krankengeldanspruch.

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